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Mediennutzung in der Familie

Kinder mit verschiedenen Medientypen (zum Beispiel Handy oder Tablet) in der Hand. Seventyfours/stock.adobe.com

Auch wenn in unserem Alltag digitale Apps und Smartphones nicht mehr wegzudenken sind, wollen wir gleichzeitig Digitale Vorbilder für unsere Kinder sein.

Vertrauen, Kommunikation und eine sichere Bindung bilden die Grundlage jedweder Erziehung, so auch im Bereich der digitalen Medien, wo uns die Kids an Knowhow gefühlt um Längen voraus sind.  
„Wir leben im digitalen Zeitalter – in einer Kommunikationsgesellschaft. Das geht auch so schnell nicht wieder weg.“, so Katherine Zimmermann, freiberufliche Coachin für Familien in einem beziehungsstarken digitalen Medienalltag. Im Gespräch mit dem führenden Journalisten in Sachen „Kinder und digitale Medien“ in Deutschland, Thomas Feibel, geht sie der Frage nach, wie in Familien eine entspannte Mediennutzung gestaltet werden kann. Dabei wird dem Phänomen Rechnung getragen, dass sich Eltern im Bereich der Medienerziehung erstmalig in dem Dilemma befinden, nicht mehr zwangsläufig mit einem Wissensvorsprung ausgestattet zu sein.

Wie kann es unter diesen Voraussetzungen gelingen, unsere Kinder vor Gefahren zu schützen, die wir uns nicht mal ansatzweise vorstellen können und sie zu selbstbestimmten Mediennutzenden zu erziehen?

Katherine Zimmermann, die sich selbst als Medienoptimistin bezeichnet, hat ihre Mission darin gefunden, Eltern und vor allem Müttern das schlechte Gewissen in der (Medien)Erziehung durch die Anerkennung des „Mental Load“, welche das anstrengende Familien-Berufs-Leben mit sich bringt, zu nehmen. Mit ganz viel Spaß an der kreativen Nutzung von Medien im Familienalltag lautet ihr Motto: „Steckerziehen ist auch keine Lösung.“

Ergänzend dazu ist es Thomas Feibel wichtig zu hinterfragen, welche Bedürfnisse hinter „nervigem“ Mediengebaren, wie bspw. Selfies oder Challenges stehen. Der Leiter des Büros für Kindermedien und Gründer des Deutschen Kindersoftwarepreis TOMMI hat schon viele Medienerziehungsratgeber, Kinder- und Jugendbücher, in denen es um Themen wie Cybermobbing, Soziale Netzwerke und das Aufwachsen in der digitalen Welt geht, geschrieben. Sein Motto lautet: „Die Erziehung unserer Kinder ist viel zu wichtig, um sie digitalen Geräten (z.B. der Router) zu überlassen.“

Moderiert wurde das Expertengespräch von Journalistin und Projektmanagerin für die ARD Kinder-Angebote, Katharina Krüger: „Wie unsere Kinder die Medien nutzen, hält uns als Erwachsene den Spiegel vor. Da können wir viel über uns selbst lernen.”

 

Unter Downloads findet ihr das Graphic Recording unserer Illustratorin Eli Breuing. Sie hat während des Webinars Inhalte und Tipps der Expert:innen mitgezeichnet.